Hoch über dem Rhein zwischen Oberwinter und Remagen liegt das zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaute Schloss Ernich. Schloss Ernich ist ein Herrenhaus von selten baulicher und repräsentativer Qualität, spektakulär gelegen über dem linken Rheinufer zwischen Remagen und Oberwinter.
Erbaut zwischen 1906 und 1908 als privater Sommersitz der Kölner Industriellenfamilie von Guilleaume und später Residenz des französischen Hohen Kommissars und der französischen Botschafter, vereint das Anwesen eindrucksvolle Architektur, historische Bedeutung und eine außergewöhnliche Aussichtslage.
PRIVATER SOMMERSITZ (1908–1930)
Haus Ernich entstand von 1906 bis 1908 als Land- und Sommerresidenz des Kölner Großindustriellen Arnold von Guilleaume und seiner Frau Ella (Bankhaus Deichmann). Benannt wurde es nach dem Flur „Im Ernich“, in dem das Grundstück liegt. Am 18. April 1908 bezog die Familie das neu errichtete Anwesen.
ZWISCHENKRIEGSZEIT & HOTELNUTZUNG
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Haus bis 1919 von der amerikanischen Besatzungsmacht genutzt. In den 1930er-Jahren entstand auf Ernich ein gehobenes Hotel und Restaurant, das vor allem von der rheinischen Gesellschaft frequentiert wurde. Die exponierte Lage und die repräsentativen Räume boten dafür ideale Bedingungen.
ZWEITER WELTKRIEG UND NACHKRIEGSZEIT
Während des Zweiten Weltkriegs diente Schloss Ernich als Lazarett; nach kurzer amerikanischer und britischer Besetzung, dann ab Mitte 1945 als Ferienheim und Schule für Pariser Kinder der französischen Besatzungsarmee. Die Familie von Guilleaume wohnte weiterhin in Teilen des Schlosses und schloss im Januar 1949 einen Hotel-Pachtvertrag mit der Filmunion, deren Sitz und Studios waren im benachbarten Remagener Schloss Calmuth. Damals logierten bekannte Schauspieler und Schauspielerinnen wie Maria Schell, Romy Schneider oder Gustav Gründgens auf Schloss Ernich.
RESIDENZ DER FRANZÖSISCHEN HOHEN KOMMISSARE UND BOTSCHAFTER (1949–1999)
Ab dem 07. September 1949 wehte die Tricolore auf Ernich. Bis 1955 nahm der französische Hohe Kommissar Andre Francois- Poncet auf Ernich die Alliierten Kontrollrechte über die Französiche Besatzungszone war. Er führte zusammen mit dem französischen Außenminister Robert Schumann auf Chateau Ernich Verhandlungen mit Konrad Adenauer über die zukünftige Souveränität des besetzten Deutschlands.
1955 wird die Deutsche Souveränität erlangt und Ernich wird von nun an als Chateau Ernich die Residenz der französischen Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland. Bis zum Umzug der Bundesregierung nach Berlin im Jahr 1999 residierten hier 13 Französische Botschafter. Das Grundstück und Chateau Ernich waren exterritorial und quasi Französisches Staatsterritorium.
1959 verkaufte die Familie von Guilleaume, nach langen Verhandlungen, Schloss Ernich an Frankreich.
Eine 45-jährige Diplomatenära mit unzähligen Staatsgästen, Ministern und hohen Diplomaten haben Schloss Ernich zu einem Ort der europäischen Zeitgeschichte macht. Hier wurden die Grundsteine für die heutige Deutsch- Französische Freundschaft gelegt.
Mit der Verlegung des Regierungssitzes zog auch die französische Botschaft nach Berlin. Schloss Ernich blieb zunächst im Eigentum der Französischen Republik. 2006 erwarb ein deutscher Filmproduzent das Anwesen und ließ es ab 2007 umfassend sanieren. Das Schloss befindet sich heute in Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugänglich, steht jedoch als herausragendes Kulturdenkmal mit Parkanlage unter Denkmalschutz. Gebäude und Parkanlagen befinden heute sich ein einem sehr guten Zustand.
Das Anwesen thront auf einem Plateau rund 85 Meter über dem Rhein und öffnet sich mit seiner Gartenseite großzügig Richtung Süden und Südosten und wird von Sonnenaufgang bis spät am Abend besonnt. Von hier bietet sich ein weiter Blick über das Rheintal bis hinüber ins Siebengebirge und zur gegenüberliegenden Stadt Unkel.
Haus Ernich ist ein geschichtsträchtiger Wohnsitz in hervorragend erhaltener Architektur und einer einzigartigen, idyllischen Rheinlage, eine der prestigeträchtigsten Adressen entlang des Mittelrheins.
Die Umgebung ist geprägt von historischen Villen, Schlössern und herrschaftlichen Landsitzen, die sich im 19. und frühen 20. Jahrhundert als Sommersitze wohlhabender Familien etablierten. In unmittelbarer Nachbarschaft liegen unter anderem Schloss Marienfels, Jagdschloss Calmuth und Haus Herresberg, der berühmte Rolandsbogen und der Künstlerbahnhof Rolandseck und das neue Gebäude des Arp Museums entworfen vom Architekten Richard Meyer.
Trotz der ruhigen, abgeschirmten Höhenlage besteht eine hervorragende Anbindung an die Rheinschiene. Remagen und Bad Godesberg und Bonn sind schnell erreichbar. Remagen hat Intercity Anschluss, eine Bushaltestelle liegt am Eingangstor.
Erschlossen wird Haus Ernich über eine private, geschwungene Zufahrt. Die asphaltierte Straße zum Schloss führt über 1.500 m hinauf auf die Bergkuppe und kann auch von schweren Lastwagen genutzt werden. Auf halber Höhe des Berges befindet sich eine Quelle, mit Zisterne und Pumpenhaus für die Autonome Wasserversorgung, zur Garten- und Parkbewässerung und wäre auch für einen Pool nutzbar. Zusätzlich wurden neue Anschlüsse für die Be- und Entwässerung durch die Gemeinde verlegt.
Die Familie von Guilleaume gewann mit dem Berliner Architekten Ernst Eberhard von Ihne (Bode Museum, Marstall unter den Linden), einen der bedeutendsten Architekten seiner Zeit und damaligen Hofbaumeister des Kaisers, für den Entwurf einer Sommerresidenz. Es sollte eine „moderne, lebensfrohe Sommerresidenz im französischen Stil“ werden.
Die Architektur zeigt eine klare, rechteckige Grundform mit zwei kurzen Seitenflügeln, die das Gebäude harmonisch einfassen. Die zum Rhein gewandte Gartenseite fungiert als Hauptschauseite und ist in elf Fensterachsen gegliedert.
Die beiden Seitenflügel sind jeweils eigenständig gestaltet: Der westliche Flügel wird durch zwei halbrunde, Vorbauten geprägt, die als verglaste Salons oder Wintergärten genutzt werden konnten. Der östliche Flügel zeigt einen durchlaufenden Vorbau und unterstreicht damit die horizontale Gliederung der Anlage. Das Sommerhaus ist auf Felsen gebaut, vollständig unterkellert, verfügt über Stahlträgergeschossdecken und im Erdgeschoss teilweise mit im Fußboden versenkten Heizkörpern.
Im Entree befindet sich ein offener Kamin. In der Küche gibt es einen weiteren Kamin und einen Küchenaufzug über drei Ebenen. Weiterhin verfügt das Herrenhaus über einen Personenaufzug, mit neuer Technik über alle Ebenen, eine elektrisch versenkbare Fensteranlage und weitere Highlights, die einen modernen Wohnkomfort in einem historischen Gebäude bieten.
Sehr helle großzügige Räume mit fast bodentiefen Fenstern im Erdgeschoss, symmetrische Fassaden und historistische Details vermitteln bis heute den Charakter eines repräsentativen Landsitzes, der zugleich wohnlich und herrschaftlich wirkt.
Für die Innenausstattung der Sommerresidenz verpflichtete die Familie Guilleaume, die häufig Paris besuchte, die Pariser Innenarchitekten Ternisien et Dantant. Die Innenausstattung in den hellen, Licht durchflutenden, Räumen ist weitgehend original.
Für die Anlegung des Parks war der bekannte Berliner Gartenarchitekt Albert Brodersen (Berliner Tiergarten) verantwortlich. Ihm verdankt der Park die ausgewogene Kombination aus Intimität und weitem Panorama.
Südöstlich schließt sich an das Herrenhaus eine stufenförmig dreifach abgetreppte Gartenanlage an. Die Terrassen führen bis an die Kante des steil zum Rheinufer abfallenden Hangs und verbinden die repräsentative Architektur mit der einzigartigen Landschaft des Rheintals.
Zum denkmalgeschützten Gesamtensemble gehören neben dem Schloss auch der Landschaftspark mit Hydranten zur Bewässerung aus der eigenen Quelle und verschiedene Neben- und Wirtschaftsgebäude, darunter die Remise, mit 5 Garagen und Pferdestall (4 Boxen), ein Atelierhaus mit Wohnung und Künstleratelier – 6m Raumhöhe – und ein Garagenhaus mit 7 Einzel-Garagen und einer Großgarage, sowie ein Heizhaus mit einer Hackschnitzel betriebenen moderne Heizungsanlage (C02 neutral) und zusätzlich Öl- Reserveheizungen. Am nordöstlichen Rand der Anlage befindet sich ein Aussichtspavillon (130m über dem Rhein), am südlichen Rand ein historischer Tennisplatz und ein Bouleplatz.
Der Park mit seinem alten Baumbestand rahmt das Schloss diskret ein und schirmt es nach außen ab, während sich zur Talseite hin weite Sichtachsen in die Landschaft öffnen.
Die Alleinlage des Schlosses garantiert äußerste Privatsphäre bei gleichzeitiger Eingebundenheit in das lebendige Rheinland. Das eingefriedete (ca. 60.000m2), nicht einsehbare Grundstück ohne Nachbarbebauung, umgeben von einem Eichen- und Buchenwald erfüllt auch höchste Sicherheitsansprüche. Landemöglichkeiten für Hubschrauber und ein Pförtnerhaus im Zufahrtsbereich bieten eine zusätzliche Form der Flexibilität und Sicherheit.
Auf der Rheinhöhe wurde – zusätzlich zu den Bestandsgebäuden – der Neubau von Gebäuden mit Tiefgaragen genehmigt.
Zur Nutzung als:
HOTEL – KONFERENZ – SPA – RESTAURANTS – GEWERBEFLÄCHEN – WOHNUNGEN FÜR EIGENTÜMER, BETRIEBSINHABER UND MITARBEITER
Das für den Neubau ausgewiesene Baugebiet – im wesentlich SO1 und SO2 – hat eine Fläche von ca. 23.000m2 (bereits um denkmalgeschützte Bestandsgebäude reduziert).
In den Baugebieten gilt eine GRZ von 0,8.
Die höchstzulässige Höhe der baulichen Anlagen für den Neubau beträgt je nach gewähltem Standort zwischen 11m und 16m.
Harald Kaster
0221-788055-12
harald.kaster@nrw-sothebysrealty.com
Tobias Schulze
Sachverständiger für Immobilienbewertung (EIPOS)
Managing Director
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